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Eröffnung: 03.12., 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 04.12.2010 - 20.02.2011
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 14.00 - 18.00 Uhr
In unserer heutigen Umgebung tritt die Macht mit ihren Gewalt- und Todesdrohungen nicht mehr auf wie noch vor hundert Jahren. Keine Kriegerdenkmäler werden mehr errichtet, auch die Zurschaustellung der Überreste vernichteter Feinde würde den meisten Zeitgenossen unseres Kulturkreises unangebracht erscheinen. Hat die Macht es nicht mehr nötig, sich öffentlich zu präsentieren?
Sie hat es noch nötig und sie tut es nach wie vor, nur eben nicht mehr in Form von eindeutig als aggressiv lesbaren Monumenten. Das ist die Aufgabe von Gestaltern, zu verstecken oder zu betonen, am besten aber beides gleichzeitig. Macht soll demonstriert werden, ohne bedrohlich zu wirken. Der lärmende Stolz darauf, die Welt im Griff zu haben, ist bei uns dem schweigenden Selbstverständnis gewichen: Wir haben die Welt im Griff, wenn auch auf Grund von gewalttätig geschaffenen Fakten.
Thomas Moeckers bildhauerische Arbeit betreibt aufklärende Rückbildung. Sie nimmt die aus den Metropolen herausgestalteten imperialen Formen der Gewaltbereitschaft wieder auf. Das Publikum sieht sich Wiedergängern gegenübergestellt. Es kann sie schön oder auch abstoßend finden, wird aber zu einer Positionierung gegen die unter der dünnen kulturellen Lackschicht verborgenen Bedrohungen aufgefordert. (Text: Paule Hammer) |